Argonoiden

Aus Rollenspiel

Aussehen

Argonoiden sind seltsame Erscheinungen: Sie ähneln in ihrem Körperbau großen und kräftigen Menschen, sind also zwischen 9 und 10 Ellen groß und etwa 100 – 140 Nuggets schwer. Ihre Haut ist allerdings von einer silbrig glänzenden Schicht bedeckt, die ihnen ein äußerst unmenschliches Aussehen verleiht. Dieser Film bedeckt ihren gesamten Körper bis auf ihre Augen, die auf den ersten Blick schwarz und ausdruckslos sind, bei näherer Betrachtung jedoch eine eigenartige Art von Tiefe vermitteln, die fast hypnotisch wirkt. Einen Mund haben Argonoiden nicht, doch es ist den meisten Wissenschaftlern unserer Welt bis heute noch unklar, wie sie sprechen oder gar Nahrung aufnehmen können. Die Stimmen der Argonoiden klingen in menschlichen Ohren sehr ungewöhnlich, irgendwie metallisch und hallend. Die Argonoiden scheinen keine unterschiedlichen Geschlechter zu besitzen, jedenfalls zeigen sie keine äußeren Geschlechtsmerkmale. Nur an dem Farbton ihrer Haut kann man sie unterscheiden, da er mit zunehmenden Alter etwas dunkler wird und sich von einem hellen Silber bis zu einem dunklen Grau entwickelt. Argonoidenkinder gibt es nicht. Von den wenigen Zeugen, die je die „Geburt“ eines Argonoiden mit eigenen Augen gesehen haben, wird berichtet, daß diese scheinbar aus dem Nichts erschienen sind und sich langsam in unserer Welt manifestieren. In diesem Moment sind sie hilflos, sie lernen jedoch unglaublich schnell, so daß sie schon nach einigen Monaten vollkommen allein überleben können. Das Gegenteil scheint bei ihrem Tod einzutreten: Wenn ein Argonoide stirbt, so verblassen seine Konturen zunächst, bis er sich schließlich ganz auflöst und von unserer Welt verschwunden ist.

Herkunft

Die Argonoiden sehen sich selbst als Kinder des mythologischen Götterboten Cant, der von den Junggöttern geschickt wurde, um vor Urzeiten das Imperium von Cantaria zu gründen. Andere, ältere Quellen berichten jedoch davon, daß ihr Volk schon viel älter sei und von Mogo und Landa erschaffen wurde, lange bevor es Menschen gab. Niemand – nicht einmal die Argonoiden selbst – wissen, wie sie ihr Leben auf unserer Welt beginnen. Die geläufigsten Ansicht ist, daß sie mit göttlichem Wirken an besonderen Punkten im Raum entstehen, wo gewisse Voraussetzungen für eine Verdichtung der magischen Aura gegeben ist. Diese Theorie erklärt jedoch nicht die Frage, warum die meisten Argonoiden in Cantaria erscheinen und dort leben.

Verbreitung

Die meisten Argonoiden gibt es heute in den südlichen Regionen unseres Kontinentes, wo ihre Zahl etwa 1/10 der Bevölkerung ausmacht. Je weiter man nach Norden kommt, desto seltener trifft man auf Angehörige dieser Rasse. Allerdings gibt es zahlreiche kleinere Bevölkerungsgruppen, die selbst unter den extremsten Bedingungen leben, wie z.B. auf den höchsten Gipfeln der Gebirge oder direkt an den feuerspeienden Schloten von Vulkanen.

Gesellschaft und Kultur

Auf Angehörige anderer Völker wirken die Argonoiden sehr fremdartig. Sie beschränken den Kontakt mit anderen Rassen auf das nötigste und leben meist unter ihresgleichen. Ihre Dörfer und Städte sind von einer wunderschönen Architektur. Schon oft haben die Baumeister anderer Rassen sich darin versucht, die Baukunst der Argonoiden mit ihren Kristallglaswänden und Stahlpfeilern nachzuahmen, doch nie ist es ihnen auch nur annähernd gelungen. Der Fremde mag sich fragen, wie der Argonoide überhaupt überleben kann, hat er doch keinen Mund und hat man noch nie einen Angehörigen seiner Rasse Nahrung zu sich nehmen sehen. Die Antwort auf dieses Problem ist folgende: Argonoiden ernähren sich von reiner Magie, die sie in Ruhepausen ihrer Umgebung entziehen können. Zusätzlich zum normalen Schlafbedürfnis muß ein Argonoide am Tag etwa eine Stunde in einem tranceartigen Zustand verbringen, um die nötigen Energien zu bekommen. An dämonisch verfluchten Orten, die frei von der magischen Aura sind können Argonoiden folglich nur so lange existieren wie ein Mensch ohne Nahrung. Die einzige Möglichkeit, sich an so einem Ort für längere Zeit aufzuhalten und gleichzeitig die einzige Art Nahrung, die über die Haut aufgenommen werden kann, ist ein zähflüssiges Gel, welches in kleinen Mengen in Cantaria hergestellt wird und dementsprechend teuer ist. Dieses Gel zieht wie eine Creme in die Haut des Argonoiden ein und versorgt ihn mit einer gewissen magischen Kraft. Auch die Art und Weise, wie Argonoiden sich untereinander und mit anderen verständigen, ist für viele ein Rätsel. Viele Gerüchte existieren, Tatsache ist aber, daß sie mittels eines besonderen inneren Organs Wellen aussenden können, welche direkt auf gewisse Teile des Gehirns ihres Gegenübers einwirken, wo sie dann in für diesen verständliche Worte umgewandelt werden. Aus diesem Grund scheint der Argonoide für jeden Zuhörer in dessen Heimatsprache zu sprechen. Die Reichweite dieser Wellen entspricht etwa der von normalen Schallwellen, Tiere und nicht vernunftbegabte Wesen haben oftmals Probleme, die Wellen richtig zu interpretieren, so daß Argonoiden z.B. nicht direkt mit einem Hund sprechen können. Die Sprache anderer Rassen können Argonoiden über mikroskopisch kleine Öffnungen über ihren Augen empfangen. Die Argonoiden teilen sich in eine Ober-, eine Mittel- und eine Unterschicht auf. Diese drei Gesellschaftskasten sind jedoch nicht starr und von der Geburt bestimmt, sondern von den Taten des Individuums. Jeder Argonoide ist bei seiner Geburt Angehöriger der Mittelschicht. Erst wenn er eine besondere Tat vollbringt, kann er sich dafür qualifizieren, vor einen der Ältestenrate zu treten und in die Oberschicht aufgenommen zu werden. Umgekehrt verhält es sich mit der Unterschicht, deren Angehörige durch böse Taten und sonstige Verfehlungen aufgefallen sind. Allerdings kann sich niemand auf seinen Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen bzw. alle Hoffnungen aufgeben, da es jederzeit möglich ist, wieder eine Klasse ab- oder aufgewertet zu werden. Familien kennen die Argonoiden nicht. Jeweils 5 bis 10 von ihnen tun sich zusammen, um eine Gruppe zu bilden, gemeinsam zu leben und sich in ihren Fähigkeiten zu ergänzen. Wird eine Gruppe einmal zu groß, so wird sie geteilt und ein Teil sucht sich eine neue Heimat. Die Religion ist einer der zentralen Bereiche in ihrem Leben. Jeder Argonoide muß in seinem Leben insgesamt 2 Jahre als Mönch gelebt und somit Cant, dem Götterboten gedient haben. Alle anderen Götter als Cant, Mogo und Landa verachten die Argonoiden als zu gering, um angebetet zu werden.

Ängste und Vorlieben

Die größte Angst haben die Argonoiden vor dem Tod. Zwar sind sie scheinbar alterslos, doch irgendwann, wenn die Zeit dafür gekommen ist, welkt ein Argonoide binnen weniger Tage dahin und stirbt. Es ist nicht absehbar, wann dieser Zeitpunkt kommt: Berichte belegen, daß einige Argonoiden bereits seit weit mehr als 500 Jahren auf unserer Welt existieren, während andere schon nach 10 Jahren sterben. Eine Vorliebe haben Argonoiden für jede Art von Magie. Scheinbar jeder ihrer Rasse ist überdurchschnittlich magiebegabt. Aus diesem Grund gibt es auch überdurchschnittlich viele Magier in ihren Reihen und dieser Stand ist sehr hoch angesehen.

Der Argonoide im Spiel

Es ist nicht schwierig, einen Grund zu finden, warum sich ein Argonoid für eine Laufbahn als Abenteurer entscheiden kann: Während ihrer Zeit als Mönch ziehen viele Argonoiden in die Welt hinaus, um auch in entfernten Ländern ihre Lehren zu verbreiten. Auch Angehörige einer bestimmten Klasse ziehen oft als Abenteurer durch das Land, um eines Tages vor den Ältestenrat treten zu können. Als Spieler sollte man immer bedenken, daß ein Argonoid Angehöriger einer vollkommen fremden Rasse ist, deren Gewohnheiten und Rituale auf andere ungewöhnlich oder sogar erschreckend wirken. Auch wird der Argonoid sich niemals ganz Angehörigen anderer Völker öffnen.