Orks

Aus Rollenspiel

Aussehen

Wer kennt sie nicht aus den Sagen und Legenden, die Großmütter ihren kleinen Enkeln erzählen? Meistens sind die Orks hier riesige, zähnefletschende Monster, die den lieben langen Tag damit verbringen, unartige Kinder zu fressen. Tatsächlich ähneln Orks auf den ersten Blick vielen der Geschichten: Sie sind etwa menschengroß und ihr untersetzter Körper ist von einem dichten schwarzen Pelz bedeckt, der ihnen auch bei den kältesten Temperaturen einen Schutz vor der Kälte bietet. Ihr Gesicht hat im Ansatz ,menschliche Züge, ähnelt aber eher dem der Affenmenschen mit einem hervorspringendem Kinn und einem fliehenden Kinn. Ihre großen Reißzähne und spitz zulaufenden Ohren verleihen ihnen darüber hinaus einen tierischen Eindruck. Ältere Orks kann man an der Farbe ihres Fells erkennen, welches sich im Alter grau färbt. Bei besonders alten Orks fallen diese Haare an einigen Stellen, wie z.B. auf dem Kopf, ganz aus. Meistens sterben diese armen Gestalten dann aber bald, da dies als Zeichen der Schwäche gedeutet wird und sie aus der Sippe verstoßen werden und sie sich fortan allein durch das Leben kämpfen müssen. Wenn sie überhaupt Bekleidung tragen, bevorzugen Orks raues, gegerbtes Leder, welches sie selbst herstellen. Nur selten wird man einen Orks in Leinen und Stoffen sehen, doch in letzter Zeit ist auch dieses bei den wenigen Orks in den Städten der Menschen zu einer Modeerscheinung geworden.

Herkunft

Alte Sagen der Menschen berichten von einer Zeit, in der die Rassen dieser Welt gemeinsam gegen einen mächtigen Feind kämpften. Dieser war so mächtig, daß er sich als Armee eine Rasse aus robusten und willenlosen Kämpfern züchtete, die sich schnell über die ganze Welt verbreitete. Dies waren die Orks. Die Orks selbst erklären sich ihre Herkunft natürlich anders. Ihren eigenen Legenden nach gab es ihr Volk schon, als noch das Chaos herrschte und Mogo und Landa noch nicht einmal die Junggötter erschaffen hatten. Die ersten verläßlichen Angaben beziehen sich auf etliche Kriege gegen die Affenmenschen, die auch in deren Geschichtsaufzeichnungen eine Rolle spielen.

Verbreitung

Einst mögen die Orks die Herrscher über diese Welt gewesen sein, doch im Laufe der Jahre sind sie von den Menschen aus den fruchtbarsten Gebieten vertrieben worden. Heute leben die meisten Orks in tiefen Wäldern und weiten Steppengebieten weitab von menschlicher Zivilisation. Gerüchteweise existiert irgendwo in den Weiten der Welt ein großes, von Bergen abgeschirmtes Land, welches nur von Orks bevölkert ist. Alle Orks träumen davon, eines Tages dieses Land zu besuchen.

Gesellschaft und Kultur

Orks führen ein rauhes Leben, in dem nur der stärkste überleben kann. Das Leben als Nomade oder Jäger hat ihre Kultur über Jahrtausende geprägt. Die meisten Orks leben in Clans, die aus fünfzig bis über zweihundert Mitgliedern bestehen kann, die gemeinsam auf die Jagd gehen. Neben den Jägern und Kriegern sind die Priester die angesehensten Mitglieder der orkischen Gesellschaft. Nur sie sind dazu berechtigt, Mogo und Landa Opfergaben zu bringen und sie somit gnädig zu stimmen. Ein geringes Ansehen haben die Bauern und Handwerker unter den Orks. Mit Ausnahme der Waffenschmiede, die in etlichen Stämmen den Priestern fast gleichgestellt sind, führen sie ein Leben als Missachtete, aber notwendige Teile der Gruppe. Noch geringeres Ansehen genießen die Orkfrauen, die außer der Hausarbeit keiner Tätigkeit nachgehen dürfen. Einige Stämme erlauben es ihnen noch nicht einmal, Namen zu führen oder Kleidung zu tragen.

Ängste und Vorlieben

Für die Orks ist der Kampf nicht nur Mittel zum Zweck, sondern eine Erfüllung für sich. Die größte Ehre für einen Ork ist es, im Kampf zu sterben, da nur dann der Einzug in das orkische Paradies nach dem Tod gewährleistet ist, in welches nur die tapfersten Krieger kommen. Ansonsten sind Orks leicht zufrieden zustellen: Große Mengen Alkohol – vor dem Genuß des berüchtigten Orkfusels sei an dieser Stelle eindringlichst gewarnt -, das Zusammensein mit den Kriegerkameraden oder die Angst in den Augen der Feinde gehören für einen Orks zum größten, was er sich vorstellen kann. Angst haben die Orks nur vor einer Sache: Der Schwäche. Kein Ork würde sich in der Gegenwart seiner Kameraden eine Blöße geben. Nur wenn er allein mit seiner Frau und seinen Kindern ist, gibt sich der Ork als sorgsamer Familienvater, denn Kinder – besonders männliche – sind der größte Stolz eines jeden Orks.